Was ist bei der Auswahl der richtigen Leinwand zu beachten? Unsere Leinwandexperten geben Ihnen wertvolle Tipps, welche Ihnen bei Ihrer Entscheidung helfen sollen.
Tip Nr.1: Wie wählt man das "richtige" Format aus?

Die Frage nach "dem richtigen Format" pauschal korrekt zu beantworten, ist nur möglich, wenn einer von zwei Fällen eintritt:
a) Die Nutzung einer Leinwand ist für ausschließlich ein einziges Format gedacht, dann wird eben dieses ausgewählt oder
b) Es handelt sich um eine variable, mehrwegmaskierbare Leinwand, wie z.B. die XMask von Screen Research. Damit lassen sich nicht nur alle Bildformate perfekt einpassen und somit für maximale Kontrastwirkung kaschieren, sondern auf Wunsch auch unterschiedliche Bildgrößen darstellen, was bezüglich dem erlebten qualitativen Bildeindruck sehr wichtig ist.
Tip Nr.2: "Blackdrops" = Vorläufe (Nachlauf wäre der richtigere Begriff) sind bei elektrischen Leinwänden wichtig, können aber leicht zum Verhängnis (im wahrsten Sinne des Wortes) werden

Bei elektrisch motorisierten Leinwänden ist darauf zu achten, dass die horizontale Bildachse in einem angenehmen Winkel zum Betrachter steht. Damit ist der "Erste-Reihe-Effekt" auch "Rasiermesserblick" der ersten Reihe im Kino gemeint. Wenn das projizierte Bild zu hoch ist, kann dies den oder die Betrachter erheblich stören. Oft ohne das es als Störfaktor bewusst wahrgenommen wird, man kennt es halt nicht anders bzw. hat sich daran gewöhnt. Manche Menschen gefällt dieser Effekt auch. Hierbei dürfte es sich jedoch um eine Minderheit handeln.
Tip: Einfach ausprobieren. Wie? Ganz einfach. Beim Fachhändler im Demoraum eine Sequenz 2-3 mal mit verschieden hoher Bildunterkante anschauen und bewusst auf diesen Effekt achten. Bzgl. der letztendlich zum Einsatz kommenden Leinwand ist jedoch peinlich darauf zu achten, dass die absolute Tuchhöhe (sichtbare Bildhöhe + Blackdrop = schwarzer Vor- bzw. Nachlauf) das Gesamtmaß der Tuchbreite nicht überschreitet. Es gibt zwar eine Menge unterschiedlicher Leinwände, welche mit Spannseilsystemen ausgestattet sind, um eine möglichst ideale Planlage über das gesamte abgerollte Tuch zu erreichen, gänzlich garantiert dies aber kein Hersteller. Vorsorge bzw. der richtigen Planung geht also vor.

Beispiel: 16:9-formatige Leinwand mit 250 cm sichtbarer Bildbreite (auch mit sBB abgekürzt) ergibt eine sBH (sichtbare Bildhöhe) von 140cm. Der absolut maximal zum Einsatz kommende "Blackdrop" sollte 80 cm auf gar keinen Fall überschreiten. Besser ist es, die Planung so zu gestalten (insofern möglich), mit 50 cm Blackdrop ans Ziel zu kommen um auf der sicheren Seite zu sein. Sollte gar weniger "Blackdrop" benötigt werden, empfiehlt sich nicht etwa nur weniger LW-Material (LW=Leinwand) abzurollen und den Rest des LW-Tuches auf der LW-Welle aufgewickelt zu lassen, sondern die LW gleich mit dem individuell max. benötigten "Blackdrop" zu bestellen. Die sich aus einer Wicklung (je nach Wellendurchmesser der jeweiligen Leinwand abweichend) ergebende Tuchlänge kann optimalerweise zur Justage vor Ort bedenkenlos als variabler Einstellbereich genutzt werden.
Diese Faktoren korrekt berücksichtigt bedeuten:
a) optimale Bildlage zum Betrachter und
b) maximale Sicherheit bzgl. der Planlage des Leinwandtuches
Tip Nr.3: Rahmenleinwände sind die erste Wahl

Wenn möglich und die Rahmenbedingungen es vor Ort zulassen, ist eine Rahmenleinwand einer Federrollo- oder elektrisch motorisierten, also abrollenden Leinwand immer zu bevorzugen. Eine Rahmenleinwand ist bzgl. der Gesamtperformance meistens die bessere Wahl, in 90 % aller Fälle aber auch die günstigere Variante. Letztendlich besticht eine gute Rahmenleinwand im Wesentlichen durch Ihre Konsistenz bzgl. der Planlage über viele Jahre der Nutzung hinweg. Auch bietet diese Lösung eine mechanisch viel universellere Lösung im Bezug auf die zum Einsatz kommenden Tuchmaterialien.
Tip Nr.4: Nicht an den "Reifen" sparen ...

...heißt die Devise beim Auto. Wer mit sogenannten suboptimalen bzw. Top-Reifen schon einmal Aquaplaning erlebt hat weiß genau was gemeint ist. Die Leinwand ist das vermeintlich letzte Glied der Video-Kette. Vergleichen Sie das in gewisser Weise ruhig mit dem Reifen beim Auto oder dem Lautsprecher der Hifi-Anlage.
Meisst wird die Leinwand für die Nutzung über viele Jahre angeschafft. Wer hat sie nicht, die oft über 20 Jahre alte Dia-Leinwand auf dem Dachboden? Eine gute Leinwand, einmal angeschafft und montiert, überdauert nicht selten mehr als fünf Generationen von Projektoren, gleich welchen Typs.
Daher:
1. Den eigenen Bedarf sowie die individuellen Gewohnheiten analysieren
2. Ausführlich beraten lassen und Informationen sammeln
3. Dann beim Fachhändler des Vertrauens entscheiden - und los geht es, das brilliante Großbilderlebnis im KinozuHause!
Wichtiger Hinweis
Unsere Tipps und Tricks werden regelmäßig aktualisiert - schauen Sie also regelmäßig wieder vorbei!
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